Politische Diskussion beim Advents-Kaffee der Großenkneter SPD-Senioren

 
 

Zur traditionellen Jahresabschlussveranstaltung der SPD-Senioren begrüßte Vorsitzender Dieter Kreye im „Alten Posthaus“ besonders Heinz Heinsen, den künftigen Ehrenbürger der Gemeinde. Mit dabei war auch Rudi Moldenhauer, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins. Bedauert wurde, dass die Abgeordneten Susanne Mittag und Renate Geuter in Berlin oder Hannover präsent sein mussten. Damit wurde deutlich, dass Diskussion über die „große Politik“ vor Ort stärker gewünscht wird.

 

Den Part übernahm dann auch Hermann Bokelmann, Kreisvorsitzender der SPD-AG 60plus, Durchaus kritisch empfahl er den SPD-Mitgliedern mehr selbstbewusster über Politik zu diskutieren: „Die CDU hatte nicht einmal einen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Wir Sozialdemokraten können Stolz sein, dass Frank-Walter Steinmeier von der großen Mehrheit der Bürger anerkannt wird.“

Zu den Spekulationen, wer denn nun Spitzenkandidat der SPD würde, hatten die Sozialdemokraten in Ahlhorn eine klare Meinung: „Nicht die Meinungsmacher in den Medien bestimmen Person und Termin, sondern der Bundesvorstand unserer Partei.“

Wenn alle zwei Tage im Internet ein neues Umfrageergebnis präsentiert würde, ersetze das keine Wahl. Wie Umfrageergebnisse daneben liegen können, habe man in Amerika gesehen.

Bokelmann kritisierte, dass die Medienmacher jahrelang verkündeten, es gäbe zwischen Union und SPD keine Unterschiede und forderte, nicht zu verschweigen, wo die Union in der Großen Koalition Union mauert. Er zählte auf: „Wer will Rente mit 70, bremst bei Werk- und Zeitverträgen, verhindert Tariffestlegung im Pflegebereich, ist gegen ein Einwanderungsgesetz und verweigert den Gemeinden die Planungshoheit über Mega-Ställe – überall ist es die Union.“

Zur Flüchtlingskrise erinnert Bokelmann daran, dass 60plus und AfA schon im Sommer 2015 forderten, die Flüchtlinge aus den Balkanländern zurückzusenden. Unverständlich sei, dass laut NWZ-Bericht vom 24.11.2016 noch immer 74 Albaner in Ganderkesee sind.

Verwundert war der ehemalige Landrat über das Ergebnis der Kommunalwahl: „50 Jahre lang waren es immer Personenwahlen. Diejenigen, die im Kreistag, Gemeinderat und Parteien gute Arbeit leisteten, wurden gewählt. Bei dieser Wahl wurden Parteien gewählt, deren Kandidaten kaum einer im Landkreis kannte.“

Er riet aber davon ab anderen Parteien hinterherzulaufen, sondern unterstützt die Meinung des Chefredakteurs der NWZ, der dafür plädierte, die Nichtwähler zu mobilisieren, die ja 40 Prozent aller Wählerinnen und Wähler ausmachen.

Adventskaffee der SPD-Senioren Großenkneten

Hermann Bokelmann (links) im Kreis der Großenknetener SPD-Seniorinnen und -Senioren.

 


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