SPD Großenkneten entsetzt über Kahlschlag an der Bahn

 
Foto: Privat
 

„Mehr Kahlschlag geht nicht!“, war die Meinung der SPD-Fraktion, die sich am 19.02.2018 mit Entsetzen den Naturschaden an der Bahnlinie Hahnenkämpe/Wachtberg angesehen hat, der im Auftrag der Deutschen Bahn verursacht wurde. Statt aus Sicherheitsgründen auffällige Bäume herauszusägen, wurde auf einer Breite von ca. 20 Metern und einer Länge von über einen Kilometer alles bis auf den Erdboden abrasiert - und das im Landschaftsschutz- und Wassereinzugsgebiet.

 

Das ist ein ungeheures Vorgehen, das unserer schon gefährdeten Natur großen Schaden zufügt. Was nützen uns Naturschutzgesetze und Verordnungen zur Erhaltung unserer Natur, wenn man sich nicht daran hält und es für alles wieder eine Ausnahmegenehmigung gibt, die alle Schutzbestimmungen wieder aushebelt. Nebenher wurde noch dafür gesorgt, dass ein vielbenutzter Fuß- Rad- und Reitwandweg, der parallel zur Bahnlinie verläuft, unter dem Kopf- und Buschholz begraben wurde.

Bild vom Kahlschlag an der BahnFoto: Privat

Der Kahlschlag an der Bahn

Antje Reimann Sprecherin der BSH Großenkneten kommentiert: „Unglaublich wie brachial mit unserer Natur umgegangen wurde! Hundertjährige Kratteichen, dichtes Buschwerk für Brutvögel, schutzbietende Dornenbüsche, radikal entfernt. Was steckt hinter dieser Vorgehensweise: Gründlichkeitswahn, Gedankenlosigkeit?

Wenn solch ein Vorbild auch in anderen "Notwendigkeiten" Schule macht, dann "Gute Nacht Naturschutz", „Gute Nacht Naturpark Wildeshauser Geest!“

Ortstermin an der BahnFoto: Privat

Ortstermin am Kahlschlag. Von links nach rechts: Heike Frommhold, Dirk Faß, Andrea Oefler, Wiebke Raschen-Wirth, Antje Reimann (BSH) und Heiner Bilger.

 


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